Samstag, 10. juli 2010 6 10 /07 /2010 19:55

Der Musiker, von dem hier die Rede ist, in eine Schublade unterzubringen, würde wohl nichts werden, da er sich mit vielen Musikrichtungen identifiziert.

Eine der extremsten spielarten des Metal und Hardcore Punks wird im weitesten Sinne als Grindcore bezeichnet.

Stakkatoartige Rhythmen und chaosartige Songstrukturen, begleitet von hohen sowie tiefen Gesangsstimmen und die Kürze der Songs bestimmen den Grindcore der sich aus dem Crustcore entwickelte. Bekannte Musiker machten Mitte der 90er Jahre mit einem Grindcore-Projekt in Kalifornien von sich reden. Das Projekt gab sich als mexikanische Gruppierung im Geiste Zapatas aus. An diesem Projekt war auch William David Gould beteiligt, der vielen als Billy Gould von der kalifornischen Rock-Band Faith No More bekannt ist.

Als Bassist und Songschreiber prägte er den Stil der Band Faith No More und ihre Erfolge. Nach dem Auseinanderfallen der Band gründete Gould eine Plattenfirma. Aus verschiedenen Ländern produzierte er CD's mit Bands die sich der Undergroundmusik verschrieben hatten. Ein Fan Der Republikanischen Partei in den USA war Gould auf keinen Fall. Mit der skandinavischen Formation Black Diamond Brigade war er  bei der Aktion Punkvoter gegen die Wiederwahl George Bushs als President.

In den Jahren 2006 bis 2008 beteiligte er sich unter anderem an der Produktion eines Albums der deutschen Band Harmful. Ein Gastspiel im Uni-Club der Stadt Mannheim wurde frenetisch gefeiert. Bandbeteiligungen mit der Band von James Shaffer, Fear the Nervous System, und Axis of Mercy Evildoers waren die nächsten Stationen. Warten wir ab was Billy Gould noch alles drauf hat!

 

von rocco - veröffentlicht in: Musiker - Community: Musik
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Donnerstag, 2. juli 2009 4 02 /07 /2009 13:54

Seine Augen waren etwas getrübt und Tränen rollten ihm über die Wangen. Das Singen fiel ihm nicht mehr so leicht wie in den früheren Jahren. Die Hitze im Aufnahmestudio war unerträglich und seine Gesundheit ließ auch zu wünschen übrig. Keiner im Studio konnte seine Gedanken erraten, als er den Titel We’ll Meet Again (Irgendwann sehen wir uns wieder) aufnahm. Vielleicht ahnte er, dass seine Uhr nicht mehr lange schlägt. Diesen Titel sang Johnny Cash auf seinem Album The Man Comes Around. Es drängt sich der Verdacht auf das er dabei an seine, im Mai 2003, verstorbene Frau June Carter-Cash dachte.

Peggy Lee, Frank Sinatra, Byrds, Turtles, Ink Spots coverten unter anderen diesen Titel aus dem Jahr 1939 der von Ross Parker (Melodie) und Hugh Charles (Text) komponiert wurde und von Vera Lynn 1942 gesungen wurde. Die Version von Vera Lynn ist wohl die bekannteste.

 

Peter George, ein britischer Autor veröffentlichte unter dem Pseudonym Peter Bryant 1958 einen Roman mit dem Titel Red Alert. Der britische Satiriker Terry Southern, der Regisseur Stanley Kubrick und der schon genannte Autor Peter George machten sich daran den Red Alert in Dr.

Stranglove als Drehbuch umzuarbeiten.

Stanley Kubrick drehte dann 1963/64 den Film Dr. Stranglove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb: Deutsch; Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben. Den Film kann man in die Kategorie Satire einordnen. Peter Sellers spielte in dem Film drei verschiedene Personen. George C. Scott verkörpert einen amerikanischen General.

Der Titel We’ll Meet Again gefiel Kubrick so sehr, dass er ihn in den letzten Minuten des Filmes einbaute. Raketen Flogen in Richtung Stützpunkt und die Akteure in dem Film sangen den Song mit, kurz vor dem Weltuntergang (Irgendwann sehen wir uns wieder).

 

Ahnte Roger Waters von Pink Floyd bei den Gedanken zu dem Album The Wall, dass die Mauer in Berlin einmal fallen würde?

Vera Lynn schien es ihm jedenfalls, mit ihrem Titel We’ll Meet Again angetan haben. Waters widmete ihr auf The Wall mit dem Namen Vera auf der zweiten Seite diesen Titel. Wahrscheinlich war der Text in Veras Song für Waters sehr aussagekräftig.

Bei dem Konzert von Pink Floyd anlässlich des Mauerfalls in Berlin stellte Waters die Frage, auch auf dem Album:

Kennt irgendjemand hier noch Vera Lynn?

Erinnert ihr euch, wie sie sagte, dass

wir uns wieder treffen,

an einem sonnigen Tage?

Vera! Vera!

Was ist aus dir geworden?

Gibt es noch jemand hier,

der so fühlt wie ich?

von rocco - veröffentlicht in: Musiker - Community: Musik
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Montag, 22. juni 2009 1 22 /06 /2009 22:57

Eine karierte Vergangenheit

Es gibt viele Möglichkeiten von New York City nach Michigan zu kommen. Wie Andy Stein dort hingelangte, ist mir nicht bekannt. Seine Fiedel scheint aber auf den Weg dorthin alles gut überstanden zu haben. In Ann Arbor/Michigan traf er dort George Frayne IV und reihte sich dort bei den Musikern der Gruppe Commander Cody and his Lost Planet Air Men ein.

Ihre Stilrichtung wurde von Country, Rock n Roll, Gospel und Swing beeinflusst. Ob die Gruppe, jemals etwas mit der Polizei, wegen Drogen und Alkohol zu tun hatte, ist nicht bekannt.

Für Andy Stein, der am 31. August 1948 in New York City geboren wurde, waren die Konzerte wie eine Party. Alkohol floss in Strömen, wenn dann eventuell die Leber dabei das weiße Handtuch warf, sollte man den Rat der Leber befolgen.

Nach dem Motto „Nie wieder Alkohol“ kehrte er Commander Cody and his Lost Planet Air Men den Rücken.

Sein Stil Violine und Saxofon zu spielen ist unverkennbar. Stars aus der Country, Folk, Pop und R & B – Szene wie Emmylou Harris, Merle Haggard, Willie Nelson, Aerosmith, Billy Joel, Madonna, Eric Clapton, Dionne Warwick, Carol King, Ray Charles nur um einige zu nennen machten ihn zu einem der begehrtesten Studiomusiker.

Musiker, die sowohl in der Pop-Szene als auch in der Jazz-Szene, einige Takte mitzuspielen haben sind nicht so zahlreich in den USA gesät, wie der Mais. Als Solist wirkte er unter anderem auch bei den Alben von Manhattan Transfer mit. Ein Album widmete er dem Jazzgeiger Joe Venuti der in den 1920er Jahren oft in Michael’s Pub in New York auftrat. Stephan Grapelli wurde von der Art wie Joe Venuti Violine spielte inspiriert. Das Tribut-Album, das Andy Stein, Joe Venuti widmete bekam eine sehr gute Kritik.

Es ist wie bei einem Radrennen über mehrere Etappen. Eine Etappe als Sieger hinter sich und schon will man die Nächste als Erster erreichen. So auch Andy Stein, nicht beim Fahrradfahren, sondern in der Musik. Da er in einer Familie groß geworden war in der die klassische Musik den Vorrang hatte, war es ganz natürlich, dass er auch in der klassischen Musik ein paar Takte mit zuspielen hatte.

Seine Werke für Violine und Orchester wurden von Joshua Bell, Nadja Salerno-Sonnenberg, Cho-Liang Lin und anderen Musikern gespielt. Soundtracks komponierte er für Regisseur Robert Altman, Francis Ford Coppola, Ken Burns und Solis für die Disneyproduktion Glöckner von Notre Dame.

Seit über 17 Jahren ist er auch ständig landesweit im Radio zu hören. Seine Musikstile gehen über Jazz, Rock, Tango, Gipsy bis hin zur Klassik. Den Grundstein für seine Erfolge wurde durch die Kenntnisse in der Kammermusik gelegt.

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Montag, 18. mai 2009 1 18 /05 /2009 21:59

Bevor diese Worte eines Gurus um den Erdball gingen, hatte er schon im Jazzbereich beachtliche Erfolge vorzuweisen! Mit seiner artistischen Vokaltechnik konnte er von einer zur anderen Sekunde von Brust- auf Falsettstimme wechseln. Seine Berühmtheit verdankte er dem amerikanischen Komiker Bill Cosby, der ihn 1980 auf ein Jazzfestival mitnahm. In den 80er Jahre las er die vier Worte des Gurus, die bei vielen Menschen durch seine Vertonung ein neues Lebensgefühl hervorrufen sollten.

Merwan Sheriar Irani hieß der Guru, von dem die vier berühmten Worte stammten. 1894 wurde er in Pune (Indien) geboren. Angeblich wurde er durch einen Kuss, den er von der islamischen Heiligen Hazrat Babajan bekommen hatte, ,,erleuchtet“! Seine Jünger nannten ihn seitdem ,,Meher Baba“ - mitfühlender Vater!

Leute, die nicht vernünftig kommunizieren konnten, fand er unausstehlich - und er schwor sich deshalb, nicht mehr zu reden. Das hielt er ab 1925 bis zu seinem Tod 1969 durch.

Sein größter Verehrer ist übrigens Pete Townsend von der ehemaligen britischen Rockband The Who.

Während dieser stummen Zeit wurde sein Slogan Don’t Worry, Be Happy durch Bobby McFerrin, der diese vier Worte in Noten verwandelte, weltbekannt. Die LP, auf der der Titel zu finden ist, verkaufte sich 10 Millionen mal!

Bobby wurde 1950 in New York City geboren. Die Liebe zur Musik wurde schon im Kindesalter durch seinen Vater gefördert, der an der Metropoliten Opera als Opernsänger arbeitete. Nachdem er seinen Unterricht im Klavier-, Klarinetten- und Flötenspielen erfolgreich beendet hatte, wusste er nicht so genau, wohin der Weg gehen sollte.

Als er schließlich den Gesang für sich entdeckte, da war er schon 27. Seine Vokaltechnik und der schon erwähnte Titel Don’t Worry, Be Happy machten ihn weltberühmt.

In den 90er Jahren griff er dann auch zum Taktstock. Seine Auftritte waren für einen Dirigenten sehr ungewöhnlich. Nichts da mit Frack usw., sondern mit Rastalocken, T-Shirt und barfuss trat er vor sein Orchester.

Ende der 90er Jahre dirigierte er in Deutschland das Münchner Rundfunkorchester.

Bei einem Konzert in Basel interpretierte er Blackbird von den Beatles und begeisterte mit Ave Maria von Bach das Publikum.

Im Februar 2009 gab er wieder mit dem Münchener Rundfunkorchester und der Cellistin Sol Gabetta zwei Vivaldi-Doppelkonzerte. Er war dort nur mit seiner Stimme als Vokalist zu hören.

Vom 30.4. bis 3.5. 2009 trat er bei den Abu Dhabi Classics auf . Sein Vorhaben in Abu Dhabi ist es, Instrumente zu simulieren und von lokalen Künstlern Musik und Traditionen zu lernen. Ich glaube, wir werden noch viel von ihm hören.auf . 

von rocco - veröffentlicht in: Musiker - Community: Musik
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Sonntag, 22. februar 2009 7 22 /02 /2009 20:59

Das Arbeitstier

Sind eigentlich alle Texaner so arbeitsam? Die Schlange der Interpreten, bei denen ein Jazz-Saxophonist, Bassist, Produzent, Komponist und Texter mitarbeitete, reißt nicht ab!
Als Bassist, ich schreibe hier von Wilton Felder, spielte er unter anderem für Tina Turner, Bobby Womack, John Cale (nicht zu verwechseln mit J. J. Cale), Joe Cocker, Ringo Starr, England Dan & John Ford (Dan Seals und John Ford Coley), Arlo Guthrie, Marvin Gaye, Steely Dan, B. B. King, Al Jarreau, Minnie Riperton, Brenton Wood, Maxine Nightingale, Bobby Bland, Grant Green, Donald Byrd, Four Tops, Joni Mitchell, Randy Newman, Seals & Croft (Jim Seals und Dash Croft), David T. Walker, Nancy Wilson, Jackson Brown, Billy Joel, und Tavares (Band der fünf Tavares-Brüder).
Aufnahmen als Saxophonist, Drummer, Produzent und Texter sowie Arrangeur will ich hier nicht aufzählen, denn das würde den Rahmen sprengen.

Während seiner Collegezeit spielte Wilton Felder, der am 31. August 1940 in Houston/Texas geboren wurde, bei den Jazz-Crusaders, die er mit Joe Sample und Stix Hooper gegründet hatte. Anfang der 70er Jahre nannten sie sich nur noch Crusaders (Kreuzritter).
Sie waren eine der ersten Jazz-Rock-Soul-Fusions-Gruppen und übernahmen damit die Vorreiterrolle bei diesem Musikstil.
Mit der Sängerin Randy Crawford hatten sie 1979 ihren einzigen Welthit Street Life, nach dem auch das gleichnamige Album benannt wurde.
Das war dann auch der Durchbruch von Randy Crawford. Die Crusaders lösten sich zwar in den 80er Jahren auf, aber Wilton, Joe und Stix trafen sich auch danach immer wieder zu Aufnahmen.
Daß Wilton Felder eine dufte Kanne bläst, hat er immer wieder in seinen Jazz-Alben bewiesen. Nennenswert sind da die Alben Intered The Wind und Secrets.
Seine Art, hervorragend zu arrangieren, hört man auf dem Album Let’s Spend Some Time aus dem Jahre 2006.
von rocco - veröffentlicht in: Musiker - Community: Musik
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  • Geboren, wie schon erwähnt, in einer Kleinstadt an der Elbe, südlich von Magdeburg. Schule, Jugend und DJ-Zeit dort verbracht. Durch die Liebe nach Berlin verschlagen worden. Gearbeitet, gelebt, geschlafen, verzweifelt gewesen, Wende verarbeitet,

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